„Musik ist die Sprache der Seele“

… oder „Kein Bild, kein Wort kann das Eigenste und Innerste des Herzens aussprechen wie die Musik. Ihre Innigkeit ist unvergleichlich, sie ist unersetzlich!“                Friedrich Th. Vischer (1807-1887)

Unter diesem Aspekt wurde der Musik im Gottesdienst am Entschlafenen-Sonntag, dem 06.11.2016, breiter Spielraum eingeräumt. Zu Gast war das Parforcehorn-Bläsercorps Gifhorn, das diesen besonderen Gottesdienst musikalisch essentiell mitgestaltete.

Bläserklang ertönte bereits vor Beginn des Gottesdienstes von der Empore und erfreute die Gottesdienstbesucher.

Im Eingangslied “Auf ewig bei dem Herrn“ kommt der Wunsch nach unserem Glaubensziel zum Ausdruck, nahe bei Gott zu sein, letztendlich das Ziel eines jeden Christen.

Nach dem Verlesen des Bibelwortes „Auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen“, erklang vom Gemeindechor der Chorsatz „Ich, der Herr von Erd und All“. Im Refrain dieses Liedes heißt es: „Ich bin hier, Herr. Meinst du mich, Herr? Hör ich nicht dein Rufen in der Nacht?“

Danach erschallte von den Parforcehörnern ein „Morgengruß“.

Der Dienstleiter, Evangelist Dirk Pusch, führte in seiner Predigt aus, dass Gott die Trauer (wie alle Gefühle) geschaffen hat. Trauer gehört zum Leben und ein jeder muss sich irgendwann einmal damit auseinander setzen. Aber wir sollten unsere Gefühle miteinander teilen, dem Trauernden oder dem Traurigen zuhören. Das Schöne ist, dass uns der Herr dabei begleitet! Dieses Wissen möge trotz der Traurigkeit tiefe Freude in uns auslösen. Allen Menschen soll Heil werden durch die ewige Gemeinschaft mit Gott.

Das bekannte und beliebte Kirchenlied Amazing Grace (Erstaunliche Gnade) ertönte in einer besonderen Bearbeitung für Hörner und erreichte nicht nur jeden Winkel des Kirchenschiffs, sondern auch die Herzen der Zuhörer. Göttliche Gnade wird uns aus seiner Liebe zuteil. In einem weiteren Musikbeitrag des Chores wurde dies in schöner Weise kundgetan „Ins Wasser fällt ein Stein […] Wo Gottes große Liebe in einen Menschen fällt, da wirkt sie fort…“!

Das Musikprogramm setzte sich während der Feier des Heiligen Abendmahls mit „Seliger Friede“, gespielt von Klavier & Cello, fort. „Demiers Adieux“ und ein „Kyrie eleison“ zur Vorbereitung auf das Gebet für die Entschlafenen wurde von den Parforcehörnern vorgetragen. Voller Hingabe brachten die Klavier- und die Cellospielerin ihre Empfindungen mit dem Stück „In Christ alone“ zum Ausdruck.

Freudig sang die Gemeinde das Schlusslied „Großer Gott, wir loben dich“, begleitet von der Orgel und den Parforcehörnern, die von der Empore neben den Altar gewechselt hatten.

Mit herzlichen Worten dankte der Vorsteher, Evangelist Ralf Eckstein, dem Parforcehorn-Bläsercorps für seine musikalische Unterstützung in diesem besonderen Gottesdienst. Bevor man sich verabschiedete gab es beim Genuss von Kaffee und Keksen die Möglichkeit zum Gedankenaustausch.