„… Früchte trägt für alle, die in Ängsten sind.“

Apostel Mutschler hielt am Mittwoch, den 24. Oktober 2018 in Gifhorn einen Gottesdienst für die Gemeinden Fallersleben, Gifhorn, Lehre, Oebisfelde und Wolfsburg. Er diente mit dem Bibelwort „Er aber, unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns einen Trost gegeben hat und eine gute Hoffnung durch Gnade, der tröste eure Herzen und stärke euch in allem guten Werk und Wort.“ (2. Thessalonicher 2, 16-17)

Zunächst sprach der Apostel das Chorlied „Kleines Senfkorn Hoffnung“ (DLW 97) an, dessen positive Energie ihn angesteckt hatte. Er unterstrich noch einmal den Kerngedanken, dass es unser Auftrag als Christen ist, das Licht der Hoffnung strahlen zu lassen und damit das herrliche Evangelium der Liebe Gottes weiterzutragen.

Apostel Mutschler ging im ersten Teil seiner Predigt auf unterschiedliche Situationen ein, in denen wir Trost benötigen.

  • Wenn wir im Leid stehen – Trauer, aber auch Sorgen um Gesundheit oder wirtschaftliche Verhältnisse, seelische Verletzungen und anderes können uns belasten.
  • Wenn wir uns unserer Unvollkommenheit bewusstwerden und Schmerz empfinden über unsere eigene Sünde.
  • Weil wir noch nicht in der vollkommenen Gemeinschaft mit Gott leben, wird die Sehnsucht nach dem ewigen Leben mit Gott groß.
  • Wenn wir das Leid anderer aus unserem persönlichen Umfeld betrachten, aber auch Ungerechtigkeit im Weltgeschehen.
  • Wenn wir uns Sorgen um die Zukunft machen; sei es um unsere eigene, die unserer Kinder, der Kirche oder der Erde.

Und nun - so der Apostel - erhalten wir aus dem Bibelwort die Gewissheit, dass uns der Trost Gottes durch den Heiligen Geist in all diesen Situationen stärken wird.

  • Im Leid tröstet Gott durch den Heiligen Geist, indem wir spüren: Gott ist da, bei dir ganz persönlich. Möglicherweise verspüren wir, wie Gott auf eigenartige Weise ins Leben eingreift, sodass wir manchmal vielleicht auch erst in der Nachschau - erkennen: Gott ist da und war da. Und daraus erwächst die Zuversicht, dass Gott auch zukünftig da sein wird.
  •  Die Seelen, die Schmerzen wegen ihrer Sünden empfinden, erhalten Trost in der Sündenvergebung. Weil Jesus für dich gestorben ist, ist die Sünde getilgt und das Verhältnis zwischen Gott und dir wieder völlig in Ordnung.
  • Der Heilige Geist erweckt in denjenigen, die Sehnsucht danach haben, mit Gott zusammen zu sein, den Gedanken, dass der Sohn Gottes bald wiederkommt. Es ist auch die Aufgabe der Apostel, immer wieder zu sagen: „Jesus kommt wieder als der Bräutigam der Seele.“
  • Wenn uns das Leid Anderer schmerzt, tröstet Gott durch die Zusage, dass alle in den Heilsplan Gottes einbezogen sind und niemand vergessen ist, weil Gott alle Menschen liebt.
  • Diejenigen, die sich Sorgen um die Zukunft der Kinder, um Kirche, die Schöpfung ect. machen, können durch Gottes Versprechen getröstet werden: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Gott greift ein, indem er einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen wird und Menschen in vollkommenem Frieden miteinander leben werden.

Gott tröstet also in vielfältiger Weise. Nach dem Versprechen „Er tröste eure Herzen“ ergibt sich aus dem letzten Teil des Bibelwortes der Auftrag an uns: „… und er stärke euch zu allem guten Werk und Wort.“ Gott schenkt dir also auch deswegen Trost, weil du wiederum anderen Menschen ein Trost und eine Hilfe sein sollst.

  • Das gute Werk im eigenen Leid ist der Glaube, auch wenn du Gott im Moment nicht siehst.
  • Wenn du Kraft durch die Sündenvergebung erhalten hast, dann gib den Kampf gegen die Sünde nicht auf.
  • Hilf den Amtsträgern und bring dich aktiv in das Gemeindeleben ein, wenn du willst, dass der Herr bald kommt.
  • Um das Leid anderer Menschen zu lindern, verlass deine Komfortzone, verhalte dich solidarisch und hilf praktisch.
  • Wenn du in deinen Sorgen um die Zukunft Trost erfährst, dann engagiere dich an deinem Platz für die Gesellschaft und die Schöpfung.

In dem Gottesdienst wurden drei Kleinkinder versiegelt. Priester Dieter Schulze wurde nach 37 Jahren Amtstätigkeit in den Ruhestand versetzt. In dieser Zeit diente er 27 Jahre als Priester in Wolfsburg und Gifhorn.